Die Silberhochzeit des bayerischen Kult-Ehepaars Herbert und Schnipsi (Claudia Schlenger und Hanns Meilhamer) ist der absolute Höhepunkt jeder Silberhochzeitsfeier und runder Jubiläen. Nach 25 Jahren Ehe sitzt das Paar auf dem Sofa und zieht Bilanz.
Was als rührender Rückblick beginnt, entpuppt sich als meisterhafte Abrechnung mit 25 Jahren Socken-Liegenlassen, missglückten Geschenken und unerschütterlicher Zuneigung!
Regieanweisungen, Rollen & Bühnentipps
🎬 Regie-Anleitung & Inszenierungstipps
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- Besetzung & Rollen:
- Herbert (Der Ehemann): Gemütlicher Pullunder, Hausschuhe, Zeitung in der Hand, pragmatischer Tonfall.
- Schnipsi (Die Ehefrau): Buntes Kleid, Lockenperücke, feierliches Fotoalbum auf dem Schoß, temperamentvoll.
- Kostüme & Requisiten: Wohnzimmersofa oder 2 Sessel, Fotoalbum, Pralinenschachtel oder Geschenkpaket.
- Bühnentrick & Requisitengeheimnis: Der Wechsel zwischen zuckersüßer Nostalgie (‚Weißt du noch damals?‘) und schallender Realität (‚Da hast du mir die Bohrmaschine geschenkt!‘).
- Timing & Pointen-Setzung: Der typisch bayerische Grantler-Tonfall von Herbert im Duett mit Schnipsis quirliger Entrüstung.
📜 Kompletter Sketch-Text / Dialog zum Nachspielen
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Original-Dialog aus dem Video – direkt zum Ausdrucken und Einstudieren:
Herbert: „Applaus“
Schnipsi: „Applaus“
Herbert: „Was tust du denn mit den ganzen Zeitungen, Herr Bertha?“
Schnipsi: „Ja, lesen. Ich bin die ganze Woche nicht zum Zeitunglesen gekommen.“
Herbert: „Heute machen wir uns einen ganz gemütlichen Abend.“
Schnipsi: „Ich tue lesen, du tust bügeln.“
Herbert: „Ein Telefon.“
Schnipsi: „Ans Telefon geht man heut auch nicht.“
Herbert: „Was, warum?“
Schnipsi: „Heut will ich wirklich mal in Ruhe.“
Herbert: „Aber wer kann denn das sein, Herr Bertha?“
Schnipsi: „Das weiß ich nicht. Das will ich auch gar nicht wissen.“
Herbert: „Auf alle Fälle wär ganz aufdringlich.“
Schnipsi: „Bin das schon leid?“
Herbert: „Du gehst jetzt auch nicht hin?“
Schnipsi: „Ja?“
Herbert: „Ach, Mutti.“
Schnipsi: „Grüß dich, Mutti.“
Herbert: „Was sagst du?“
Schnipsi: „Na.“
Herbert: „Na, bist du sicher, Mutti?“
Schnipsi: „Das ist ja furchtbar, Mutti.“
Herbert: „Was hieß denn?“
Schnipsi: „Na, Mutti.“
Herbert: „Na, Mutti.“
Schnipsi: „Was hieß denn los?“
Herbert: „Na, danke, Mutti.“
Schnipsi: „Na, schaff dir zu red heut amal.“
Herbert: „Für dich, Mutti.“
Schnipsi: „Und, was is?“
Herbert: „Wir ham heut Silber-Hochzeit.“
Schnipsi: „Was ham wir?“
Herbert: „Silber-Hochzeit.“
Schnipsi: „Ja, mir?“
Herbert: „Ja, mir zwei, du und ich.“
Schnipsi: „Geh, mir ham doch erst Hochzeitstag gehabt vor einem Jahr.“
Herbert: „Das glaub ich nicht.“
Schnipsi: „Das glaub ich nicht.“
Herbert: „Was ist denn heut für ein Datum?“
Schnipsi: „Ja, Donnerstag.“
Herbert: „Donnerstag ist kein Datum.“
Schnipsi: „Was ist denn die heutige Zeitung?“
Herbert: „Da muss draufstehen, Herr Bert.“
Schnipsi: „Ja, bring mir nix durcheinander.“
Herbert: „Ja, schaff.“
Schnipsi: „Das ist Mittwoch.“
Herbert: „Das ist die gestrige.“
Schnipsi: „Die nutzt uns nix.“
Herbert: „Was haben wir?“
Schnipsi: „Was haben wir?“
Herbert: „Silber-Hochzeit.“
Schnipsi: „Wir?“
Herbert: „Ja, mir zwei, du und ich.“
Schnipsi: „Geh, wir ham doch erst Hochzeitstag gehabt vor einem Jahr.“
Herbert: „Das glaub ich nicht.“
Schnipsi: „Was is denn heut für ein Datum?“
Herbert: „Ja, Donnerstag.“
Schnipsi: „Donnerstag is kein Datum.“
Herbert: „Was ist denn die heutige Zeitung?“
Schnipsi: „Da muss draufstehen, Herr Bert.“
Herbert: „Ja, bring mir nix durcheinander.“
Schnipsi: „Ja, schaff.“
Herbert: „Das ist Mittwoch.“
Schnipsi: „Das ist die gestrige.“
Herbert: „Die nutzt uns nix.“
Schnipsi: „Freilich nutzt uns die was?“
Herbert: „Da musst halt rechnen.“
Schnipsi: „Wenn gestern Mittwoch der 31. war, dann is heut Donnerstag der…“
Herbert: „32.“
Schnipsi: „Der Erste, der Erste is heut, dann ham wir halt Hochzeitstag.“
Herbert: „Silber-Hochzeit ham.“
Schnipsi: „Und du hast das vergessen.“
Herbert: „Vergessen!“
Schnipsi: „Ja, du hast das auch vergessen.“
Herbert: „Ich hab’s nicht vergessen.“
Schnipsi: „Ich hab bloß is dran gedacht.“
Herbert: „Aha.“
Schnipsi: „Ist ja furchtbar.“
Herbert: „Das gehört doch gefeiert.“
Schnipsi: „Was is denn noch geboten?“
Herbert: „Was ist denn die heilige Zeitung?“
Schnipsi: „Jetzt reg dich nicht auf, du.“
Herbert: „Mir dann einfach ganz gemütlich.“
Schnipsi: „Nix gemütlich.“
Herbert: „Das ist im Grunde genommen auch bloß ein Datum.“
Schnipsi: „Hauptsache wir zwei sind beieinander.“
Herbert: „Herbert, an diesem Datum hab ich dich geheiratet, dass du’s weißt.“
Schnipsi: „Ja, ich dir auch.“
Herbert: „Ja, das gehört feiert, da gehört was unternommen.“
Schnipsi: „Ja, jetzt macht er doch keinen solchen Stress.“
Herbert: „Wir tun einfach ganz gemütlich.“
Schnipsi: „Hör mal auf mit deinem gemütlich.“
Herbert: „Gemütlich hab ich’s mit dir das ganze Jahr.“
Schnipsi: „Wir ham Silber-Hochzeit.“
Herbert: „Ich mein ja nur, sowas muss man auch nicht überbewerten.“
Schnipsi: „Bei solchen Sachen ist so viel Geschäftemacherei dabei, dass die Blumengeschäfte noch einen“
Herbert: „Blumenstock verkaufen und noch einen Blumenstock.“
Schnipsi: „Ich will keinen Blumenstock von dir.“
Herbert: „Ich bin…“
Schnipsi: „Ich will meine Silber-Hochzeit feiern.“
Herbert: „Feiern.“
Schnipsi: „Ja.“
Herbert: „Genau, das tun wir.“
Schnipsi: „Na endlich.“
Herbert: „Schön im Kreise von uns zwei.“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Wir tun Füße ein bisserl hochlagern.“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Und ich mach uns jetzt zur Feier des Abends ein schönes Flascherl Piccolo auf.“
Schnipsi: „Piccolo?“
Herbert: „Hast du grad gesagt Piccolo?“
Schnipsi: „Ich soll bei meiner Silber-Hochzeit mit dir ein wenig Piccolo saufen.“
Herbert: „Das ist doch…“
Schnipsi: „Wo ist die Sinnlos zusaufen oder was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Zusaufer mit einem Piccolo?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Was?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Ich hab dir hundertmal g’sagt, dass du die nicht bügeln brauchst.“
Herbert: „Ich hab dir gesagt, es genügt, wenn du dich sorgfältig zusammenlegst.“
Schnipsi: „Und dann bloß nochmal leicht mit der Hand drüber streichst.“
Herbert: „Bevor ich da lang mit der Hand drauf umeinander tapp, haul aber einmal mit dem Bühleisen drauf.“
Schnipsi: „Gut, das ist die brutale Methode.“
Herbert: „Und jetzt, jetzt geh ich aus.“
Schnipsi: „Ich feier meine Silberhochzeit allein.“
Herbert: „Ich geh ins Riverboat.“
Schnipsi: „Meine Mantel.“
Herbert: „Wo gehst du hin?“
Schnipsi: „Da ist heute Ladies‘ Night.“
Herbert: „Da gibt’s für Damen ohne Begleitung umsonst einen Rhabarbersekt.“
Schnipsi: „Du willst jetzt allein feiern?“
Herbert: „Da geh ich hin.“
Schnipsi: „Ohne mich.“
Herbert: „Meine Mantel.“
Schnipsi: „Da geh ich jetzt hin.“
Herbert: „Ich geh feier jetzt, gell?“
Schnipsi: „Da bei dir geh’n aus.“
Herbert: „Hast verstanden?“
Schnipsi: „Ich geh.“
Herbert: „Nicht einmal zurückhalten, du hast mich.“
Schnipsi: „Also soll ich dich zurückhalten?“
Herbert: „Ein anderer Mann, der sagt, bleib bei mir und so weiter.“
Schnipsi: „Eben.“
Herbert: „Genau.“
Schnipsi: „Gerade hab ich mir gedacht, jetzt geh weiter, jetzt bleib doch da.“
Herbert: „Ein anderer Mann, der tät mich niemals hinauslassen wie Gefahren bei Nacht und Nebel.“
Schnipsi: „Genau.“
Herbert: „Du bleibst jetzt daheim.“
Schnipsi: „Gehst du auf Zeiten?“
Herbert: „Was?“
Schnipsi: „Soll ich jetzt durchlassen oder soll ich dich aufhalten?“
Herbert: „Jetzt kennen mich überhaupt nicht mehr aus.“
Schnipsi: „Was soll ich denn jetzt?“
Herbert: „Ein anderer Mann, der sagt, ich komm mit, der sagt.“
Schnipsi: „Ach so, Freilich, dann komm ich halt mit.“
Herbert: „Du willst doch gar nicht mit.“
Schnipsi: „Du willst doch daheim bleiben.“
Herbert: „Gemütlich, verstehst du das?“
Schnipsi: „Ja, das hab ich jetzt schon aufgegeben.“
Herbert: „An unserer Silberaufzeit.“
Schnipsi: „Für sind sie Zeitung lesen.“
Herbert: „Ich hab doch gemeint, du willst allein weggehen.“
Schnipsi: „Damit du deinen Rhabarbersekt kriegst.“
Herbert: „Ihr Männer, ihr habt ja keine Ahnung von uns Frauen.“
Schnipsi: „Nein.“
Herbert: „Mann und Frau, das sind ja zwei völlig verschiedene Gattungen.“
Schnipsi: „Das ist, wie wenn’s der Schaf mit der Wuhlsau kreizt.“
Herbert: „Und wer ist jetzt bei uns?“
Schnipsi: „Und wer ist jetzt…“
Herbert: „Wer ist jetzt bei uns?“
Schnipsi: „Bitte die Wuhlsau.“
Herbert: „Drei Mal darfst du raten.“
Schnipsi: „Geschnipse, du bist doch keine Wuhlsau.“
Herbert: „Gehst du, gehst du doch mit?“
Schnipsi: „Freilich, geh ich mit.“
Herbert: „Ich hab doch gesagt, ich geh mit.“
Schnipsi: „Herr Peter, aber da dort muss man tanzen, gell?“
Herbert: „Was muss man da?“
Schnipsi: „Jetzt gehst du doch wieder nicht mit.“
Herbert: „Hey, ich geh schon mit.“
Schnipsi: „Was muss man da tanzen?“
Herbert: „Ich weiß doch nicht, das ist ein Oldie-Ball.“
Schnipsi: „Ein Oldie-Ball?“
Herbert: „Da haben wir vielleicht noch Glück gehabt.“
Schnipsi: „Ja.“
Herbert: „Einen Twist könnten wir vielleicht noch zusammenbringen.“
Schnipsi: „Ja.“
Herbert: „Weißt du’s noch?“
Schnipsi: „Beim Twist haben wir uns damals kennengelernt.“
Herbert: „Ja.“
Schnipsi: „Da bin ich auf dich zugekommen mit meinem Pepita-Sacko.“
Herbert: „Ja.“
Schnipsi: „Und du hast dir gleich gedacht.“
Herbert: „Was kommt denn da für ein Hamperer daher?“
Schnipsi: „Au, du.“
Herbert: „Wir müssen bloß für alle Fälle ein Handtuch dabei haben.“
Schnipsi: „Warum ein Handtuch, Herbert?“
Herbert: „Beim Twist, da muss man gleichzeitig mit jedem Fuß“
Schnipsi: „einen Zigarettenstumpen austreten“
Herbert: „und sich dabei noch mit dem Handtuch das Gack abfrockieren.“
Schnipsi: „Das war’s für alle Fälle, das war’s für alle Fälle.“
Viel Spaß beim Einstudieren und Aufführen dieses Sketches auf Ihrer nächsten Feier!